Weltmeisterschaftspremiere für Kampfrichterin Michaela Bill

Neben Julia Weissenhofer feierte auch die internationale Kampfrichterin Michaela Bill, die als Kampfrichterin für den Liechtensteinischen Turnverband fungiert,  ihre Premiere bei der WM in Rotterdam. Denn sie darf nur an einer WM werten, wenn sich aus dem eigenen Land eine Turnerin dafür qualifiziert hat.

Nach den olympischen Sommerspielen 2008 begann sie mit der Ausbildung zum Kampfrichterin. Erst hatte sie Einsätze in der Schweiz, dann machte sie die Ausbildung zur internationalen Kampfrichterin und kam auf ein oder zwei Einsätze pro Jahr bei den European oder Youth Olympic Games. Der Aufwand für das internationale Parkett ist immens. So müssen auf einer Plattform rund 100 Übungen gewertet werden, die Reglemente und Elemente sicher beherrscht werden und zusätzlich muss das Brevet alle vier Jahre rezertifiziert werden. So investierte sie in der Vorbereitung für ihren WM Einsatz in rund drei Monaten an die 200 Stunden.

Der Turnverband dankt Michaela herzlich für ihren immensen Einsatz und gratuliert zur WM Premiere.

 

WM-Premiere bei der Elite mit unglücklichem Start und versöhnlichem Abschluss

An ihrer ersten WM Teilnahme in Rotterdam gelang Julia Weissenhofer der Wettkampfstart nicht ganz nach Wunsch.

Am Barren musste sie das Gerät zweimal verlassen.  Beim Schwebebalken blieb sie jedoch sturzfrei.

In der Bodenübung zeigte sie in ihrer ausdrucksstarken Kür zwei Doppelsaltos – einer gebückt und einer gehockt.

Beim Sprung – ihrer Paradedisziplin – überzeugte sie aber mit zwei gelungenen Sprüngen. Einem Tsukuhara mit ganzer Schraube und einem Überschlag gebückt mit halber Drehung.  Mit 13.266 Punkten aus beiden Sprüngen gelang ihr ein versöhnlicher Abschluss eines insgesamt durchwachsenen Wettkampfs. Mit ihrem Sprungergebnis belegte Julia den 16. Rang – lediglich 0.550 Punkte fehlten zum Einzug ins Finale!

Trotz des schwierigen Start darf Juli stolz darauf sein, wie sie sich wieder in den Wettkampf zurück kämpfte und sich nicht entmutigen liess.

Neben der sportlichen Erfahrung kann sie die vielen emotionalen Eindrücke von diesem Grossanlass mitnehmen und für die Zukunft nutzen.

 

Medienmitteilung im Vorfeld der WM Teilnahme

Medienmitteilung WM_Rotterdam_19.10.2026

SM 2026: Sieg im Sprungfinale und dritter Rang im Mehrkampf der Elite

An den Schweizer Meisterschaften vom 3./4. Oktober holte Julia Weissenhofer gleich zwei Medaillen. Bronze im Mehrkampf und Gold im Sprungfinale. Somit ist sie die erste Liechtensteiner Kunstturnerin, die an einer Schweizer Meisterschaft der Elite eine Medaille errang.

Mit einem Total von 48.950 Punkten verbesserte sie ihre Bestleistung um 0.1 Punkte und blieb nur hauchdünn unter der 49er Marke. Ein vielversprechendes Ergebnis, denn bei rund 49 bis 50 Punkten dürfte an der WM im Herbst 2027 die Richtmarke für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2028 liegen.

In den kommenden zwei Wochen liegt der Fokus auf der Vorbereitung für die WM in Rotterdam, welche vom 17.-25. Oktober stattfindet.

     

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Weissenhofer erhält LOC Anstellung zu 50 Prozent

Nach einem mehrstufigen Selektionsprozess erhielten die Leistungssportler Julia Weissenhofer und Felix Sprenger eine 50%-ige Anstellung beim LOC.

Die beiden Stellen wurden durch den Rücktritt von Kathinka von Deichmann (Tennis)  und Robin Frommelt (Langlauf) frei. Insgesamt gingen 19 Bewerbungen für die zwei Plätze ein.

Die Anstellung gibt den Athleten Planungssicherheit und einen hinreichenden Sozialversicherungsschutz. Im Gegenzug übernehmen die Athleten eine Botschaftsfunktion für den Liechtensteinischen Sport und begleiten den Nachwuchs in den Förderkadern und an der Sportschule.

 

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Herbstcup in Grabs zum Saisonabschluss der GETU

Zum Abschluss der Wettkampfsaison trafen sich am 26. September zahlreiche Turnerinnen und Turner zum traditionellen Herbstcup.

In den Jugendkategorien AJ1-AJ4 bildeten jeweils vier Athleten ein Team, wobei die tiefste Note gestrichen wurde. In den Kategorien A turnten die Teilnehmenden dagegen paarweise – ohne Streichresultat. Diese spezielle Wettkampfform lockte zahlreiche Teams nach Grabs, darunter auch viele Turnerinnen und Turner aus Schaan und Balzers.

(siehe Bericht im Vaterland vom 02.10.2026)

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